LSC Ringvorlesung | Veronika Springmann (Berlin) Mehr als nur eine Sportstätte: der Olympiapark in Berlin
Wann? Mittwoch, den 29. April - 14:15-15:45
Wo? H5 - UR Campus
Dieser Vortrag ist Teil der Ringvorlesung „Sport, Politik, Konflikt“, organisiert vom Leibniz-WissenschaftsCampus „Europa und Amerika“. Jeder Termin steht allen Mitgliedern der UR und des IOS sowie auch der allgemeinen Öffentlichkeit offen. Studierende der UR können sich für die Veranstaltung anmelden und Leistungspunkte erwerben.
Hörsaal H5 befindet sich im unteren Teil des Zentralen Hörsaalgebäude (Nähe Audimax). UR Campus-Plan
Abstract | Das ehemalige Reichssportfeld in Berlin - errichtet - für die Olympischen Spiele 1936 im nationalsozialistischen Deutschland bot eine ideale Bühne für Sport und Politik. Doch auch nach 1945 - im Kaltem Krieg - verzahnten sich in dieser Arena Sport und Politik. Wie kann hier nun ein Erinnerungsort entstehen, der dem Komplex von „Sportstätte. Denkmal. Erinnerungsort“ gerecht wird?
Veronika Springmann ist Leiterin des Berliner Sportmuseums. Im Rahmen ihrer Doktorarbeit hatte sie sich aus praxistheoretischer Perspektive mit den Funktionen von Sport in nationalsozialistischen Konzentrationslagern auseinandergesetzt. Hier interessierte sie sich besonders für das Wechselverhältnis von Geschlecht (insbesondere Männlichkeit), Macht und Gewalt. Nachdem sie sich lange mit der Geschichte des Nationalsozialismus beschäftigte, lag ihr Schwerpunkt auf der Frage, wie und in welcher Form Rechtsordnungen- und Rechtspraktiken Kollektive sowie Subjekte herstellen, in Frage stellen oder auch von diesen genutzt werden im Sinne von Anerkennung und Empowerment. In ihrer vorherigen Tätigkeit als Referentin der Frauenbeauftragten der Humboldt-Universität zu Berlin hat sie das Programm firstgen. Empowerment und Mentoring für Student*innen mit nichtakademischem Hintergrund konzipiert und aufgebaut. Eine Liste von Publikationen von Dr. Springmann finden Sie hier.
